Wachstum ist schön. Chaos ist es nicht.
Wer kennt das nicht: Das Unternehmen wächst, die Auftragsbücher füllen sich – und plötzlich merkt man, dass die internen Abläufe nicht mitgewachsen sind. Vieles läuft über kurze Absprachen, manches hängt an einzelnen Personen und irgendwo gehen Informationen verloren. Was früher im kleinen Team noch funktioniert hat, wird mit jedem neuen Mitarbeitenden ein bisschen schwieriger.
Was ist INQA-Coaching?
INQA steht für „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ – ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können damit eine professionelle Unternehmensberatung in Anspruch nehmen, die zu einem großen Teil staatlich gefördert wird.
Das Besondere: Es geht nicht um Lösungen, die von oben verordnet werden. Es geht darum, gemeinsam mit dem Team herauszufinden, wo es hakt und wie man es besser machen kann. Nachhaltig, praxisnah und mit den Menschen, die den Alltag kennen.
Warum ist INQA-Coaching für den Mittelstand wichtig?
Viele mittelständische Unternehmen stehen irgendwann vor derselben Herausforderung: Sie wachsen – aber ihre Strukturen und Prozesse halten nicht Schritt. Oft fehlt nicht das Wissen, sondern die Zeit, die Methodik und der strukturierte Rahmen, um Verbesserungen wirklich anzugehen.
Im Interview: Volker Frank, Gründer und Geschäftsführer von netable
Die Fachkräfteoffensive NRW hat Volker Frank zu seinen Erfahrungen mit dem INQA-Coaching befragt. Coach: Christina Gawlig. Thema: Einführung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) für eine agile und zukunftsfähige Unternehmensorganisation.
Wie verlief der INQA-Coaching-Prozess und wie wurden die Beschäftigten eingebunden?
Was haben Sie aus der Beratung gelernt, um sich und Ihr Unternehmen zukunftssicher aufzustellen?
„Unsere wichtigste Erkenntnis: Gute Prozesse engen nicht ein – sie schaffen Klarheit und Freiraum. Mit transparenten Zuständigkeiten arbeitet das Team eigenverantwortlicher, entscheidet schneller und konzentriert sich besser auf unsere Kunden. Verbesserung wird damit zum gelebten Alltag: offen hinschauen, Probleme klar benennen und Lösungen gemeinsam zackig umsetzen. So werden wir stärker und zukunftsfähiger.“
Fazit: Wer wächst, muss auch intern wachsen
Wachstum ist kein Selbstläufer. Wer nach außen stark sein will, muss auch innen stabil sein. Klare Prozesse, echte Teamverantwortung und ein kontinuierlicher Verbesserungsgedanke sind keine Nice-to-haves – sie sind die Grundlage für nachhaltigen Erfolg.